Nur nicht stürzen!

Sturzfolgen in Zahlen

  • Sturzrisiko im Alter Jeder 5. bis 10. Sturz führt zu Verletzungen:
  • ca. 5% Frakturen
  • ca.1-2% Oberschenkelhalsfrakturen
  • ca. 300.000 Krankenhausaufenthalte bei Menschen über 65 Jahre pro Jahr
  • In 2007 starben ca. 12.000 Menschen an den Folgen eines Sturzes

2 Drittel der Patientinnen und Patienten nach einer Oberschenkelhalsfraktur werden hilfebedürftig bei den Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z. B. Essen und Körperpflege.Über 80 % benötigen Hilfe bei der Versorgung ihres Haushalts.

Sturzrisiko im Alter

Fast ein Drittel der 65-Jährigen und Älteren sowie die Hälfte der 80-Jährigen und Älteren stürzen jährlich mindestens einmal. Schätzungsweise kommt es zu rund 5 Millionen Stürzen älterer Menschen pro Jahr.

Knapp ein Drittel aller Gestürzten äußern Angst vor weiteren Stürzen. Dies führt nicht selten zu eingeschränkter körperlicher Aktivität, wodurch es zum Verlust an Selbstvertrauen kommen kann und die Gefahr einer sozialen Isolation entsteht.

(Quelle: Gesundheit und Krankheit im Alter. Herausgeber: Karin Böhm, Statistisches Bundesamt/ Clemens Tesch-Römer, Deutsches Zentrum für Altersfragen/ Thomas Ziese, Robert Koch-Institut. Berlin 2009)

Sturz vorbeugen

In der Altenpflege ist eine systematische Sturzprävention ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Der medizinische Dienst (MDK) prüft jährlich bei seiner Begehung, ob die Einrichtung alles tut, um Stürzen und Sturzfolgen vorzubeugen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Stärkung der Muskelkraft und des Gleichgewichts, die Förderung der Gehfähigkeit und der Einsatz von Hilfsmitteln wie Hüftprotektoren.